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Alt-Marburg, wie bin ich dir gut!

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2.
Am Berge ihr lauschigen Fleckchen, ihr Giebel versonnen, verträumt!
Leis murmelt der Brunnen am Eckchen, vom Schimmer des Mondlichts umsäumt;
auf heimlichen Treppen und Stufen, auf Turm und Gemäuer es ruht
|: Ich muss in die Maiennacht rufen: Alt-Marburg, wie bin ich dir gut! :|

3.
Sah früh von des Schlosshofes Runde hoch über die Dächer ins Land,
wo rings durch die Auen im Grunde die Lahn flicht ihr silbernes Band.
Und feierlich wogte im Tale der Glocken tief dröhnende Flut,
|: verklingend im im Dankeschorale! Alt-Marburg, wie bin ich dir gut! :|

4.
Bin froh durch die Wälder gezogen, als Füchslein mit Laute und Stab,
dem Bursch war manch Mädel gewogen, die Gassen bergauf und bergab!
Im Herzen ein Schwingen und Singen, dass heißer mit wallte das Blut...
|: Die Mützen empor und die Klingen, Alt-Marburg, wie bin ich dir gut! :|

5.
Und bin ich ein alter Geselle, und bleichte die Zeit mir das Haar,
so such ich noch einmal die Stelle, wo damals so glücklich ich war.
Seh still auf das alte Nest nieder und schwing dann jungselig den Hut
|: Stimmt ein in das Lied aller Lieder: Alt-Marburg, wie bin ich dir gut! :|