1.
Der Mond ist aufgegangen, die gold'nen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar;
Der Wald steht still und schweiget und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.
2.
Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold,
in einer stillen Kammer, wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt!
3.
Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen, die wir getrost verlachen,
weil unsre Augen sie nicht sehen.
4.
Nun legt euch seelig nieder und schlafet rasch ihr Brüder
wenn Sternlicht auf euch fällt.
Der Mond wird euch bewachen, ihr könnt ein Schläfchen machen
und träumen von der schönen Welt!